Individuelles Lernen im eigenen Tempo, ohne Noten-, Vergleichs- und Hausaufgabendruck. Der Aargauer Lehrplan in vier Bausteinen nach Achermann.
FLOW kennenlernenDer inhaltliche Kern der FLOW ist eine Verbindung, die in Schulen selten ist: Pädagogik und Psychologie arbeiten Hand in Hand. Eine Kinderpsychologin teilt sich die Schulleitung mit einer Heilpädagogin. Die Kinder werden ganzheitlich gefördert und entwickeln schulische wie soziale Kompetenzen gleichermassen.
Langjährig erfahrene LehrerInnen und eine Sozialpädagogin begleiten die Gruppen im Alltag, die Heilpädagogik ist Teil des Regelbetriebs statt ein Sonderangebot für Auffällige. Das 1x1 wird parallel mit Lernstrategien unterrichtet, Achtsamkeitsübungen gehören genauso in den Tagesablauf wie Vocci-Training. Gibt es Konflikte, bekommen die Kinder Raum zu lernen, sich in andere hineinzuversetzen, zuzuhören, unterschiedliche Perspektiven zu verstehen und gemeinsam Lösungen zu finden.
Das ganze Team kommuniziert auf Augenhöhe mit den Kindern und trägt zu einer offenen, herzlichen Atmosphäre bei. Nachhaltiges Lernen und Neugierde auf Neues kann erst dann entstehen, wenn sich ein Kind zugehörig fühlt, sich selbstwirksam erlebt und den Schulstoff mit gesundem Selbstvertrauen anpackt. FLOW investiert in diese sichere Basis, damit sich das Kind ganzheitlich entfalten kann.

Lernen kann nur gelingen, wenn Kinder sich sicher, verstanden und zugehörig fühlen. Auf dieser Basis entfalten sie ihre Neugier, ihre Stärken und gehen ihren ganz eigenen Lernweg.
An der Tagesschule FLOW beurteilen wir den individuellen Lernfortschritt. Dieser wird in regelmässigen Lernzielkontrollen erfasst. Im Coachinggespräch mit der Bezugsperson werden mit jedem Kind Wohlbefinden und erreichte Kompetenzen festgehalten und neue Ziele festgelegt. 1-2x jährlich werden Lernstand und Sozialkompetenz in einem schriftlichen Bericht dokumentiert. Dieser ist ausführlicher als eine Zahl zwischen 1 und 6 und nimmt zugleich den Vergleich aus dem Klassenzimmer, weil es keine gemeinsame Skala gibt, auf der Kinder gegeneinander stehen. Wo eine öffentliche Schule, eine Lehrstelle oder eine Mittelschule zwingend Noten verlangt, wird der Bericht ergänzt. Weil der Aargauer Lehrplan erfüllt wird, bleibt ein Wechsel in beide Richtungen jederzeit möglich. Repetieren gibt es nicht: Wer mehr Zeit braucht, bekommt sie, ohne den Anschluss an die Gruppe zu verlieren.
Der Aargauer Lehrplan wird vollständig umgesetzt, aber anders organisiert: nicht in 45-Minuten-Fächern, sondern in vier Bausteinen, die sich über die Woche abwechseln.
Jedes Kind lernt anders. Wir finden den Weg, der zu ihm passt.
Lic. phil. Camille Jacob, Schulleitung und Psychologin
Ein gemeinsamer Gegenstand für alle – jedes Kind bearbeitet ihn auf seinem Niveau und mit seinen Mitteln. Die gesamte Gruppe taucht über ein Quintal hinweg gemeinsam in ein übergeordnetes Thema ein, die klassischen Schulfächer werden an dieses Thema gebunden. So ist vernetztes und damit nachhaltiges Lernen möglich.

Systematischer Aufbau von Lesen, Schreiben und Rechnen. Hier wird gezeigt, geübt und wiederholt.

Zeit für das eigene Interesse. Kein Zusatz, sondern ein gleichwertiger Baustein des Unterrichts.

Der eigene Wochenplan. Kinder lernen, Arbeit einzuteilen, statt sie zugeteilt zu bekommen.

Ein wesentliches Element von FLOW sind die Coachinggespräche. Kind und Lehrperson setzen sich zusammen und schauen gemeinsam hin: Was ist gelungen? Wo hakt es? Was nimmt sich das Kind als Nächstes vor?
So lernen Kinder, über ihr eigenes Lernen nachzudenken und Verantwortung dafür zu übernehmen. Die Lehrperson erfährt, was das Kind gerade beschäftigt, fachlich wie persönlich, und kann es gezielt begleiten. Das passt zum Baustein Plan: Wer die eigene Arbeit selbst einteilt, braucht jemanden, mit dem er Bilanz ziehen kann.
FLOW nennt das eigene Konzept eine Symbiose aus Pädagogik und Psychologie. Das ist keine Formulierung fürs Leitbild, sondern eine personelle Entscheidung: Die Geschäftsführung und Co-Schulleitung liegt bei Lic. phil. Camille Jacob, Psychologin KJPP mit MAS in Kinder-, Jugend- und Familienpsychotherapie und einem Lizenziat in Neuropsychologie. Die zweite Schulleiterin, Barbara Eichenberger, ist schulische Heilpädagogin mit Master der HfH Zürich.
Eine Kinderpsychologin ist im Alltag der Kinder präsent – nicht in einem Sprechzimmer. Sie sieht Situationen dadurch selbst, statt sie erzählt zu bekommen, und Kinder brauchen keine Diagnose, um Unterstützung zu erhalten. Auch die schulische Heilpädagogik ist Teil des Regelbetriebs und kein Sonderangebot für auffällige Kinder.
Dahinter steht eine einfache Haltung: Ein Kind, das nicht lernt, ist nicht faul. Es fehlt ihm etwas – Sicherheit, Zeit, ein Zugang oder eine Beziehung. Diese Ursache zu finden, ist Aufgabe der Erwachsenen. Wer das Team dahinter sehen möchte, findet es auf der Team-Seite.
Zum Team gehört eine Sozialpädagogin, Aline Bechtel. Sie arbeitet in der Klasse mit und kennt die Kinder deshalb aus dem Alltag.
Einmal pro Woche bietet sie zwei Lektionen Schulsozialarbeit an. In dieser Zeit können die Kinder mit Sorgen und Anliegen zu ihr kommen. Aline hat ein offenes Ohr, nimmt die Gefühle der Kinder auf und unterstützt niederschwellig - wenn nötig mit Einbezug des Teams oder der Eltern.
Mit Lernstandserfassungen und einem Kompetenzpass. Zweimal jährlich wird erhoben, wo ein Kind steht; der Kompetenzpass beschreibt, was es kann. Das ist aufwendiger als eine Note, aber aussagekräftiger – und es nimmt den Vergleich aus dem Klassenzimmer.
Eine zweiwöchentliche Versammlung aller Kinder und Erwachsenen. Dort werden Anliegen besprochen und Entscheidungen getroffen. Anträge stellen dürfen auch die Jüngsten. Wer erlebt, dass die eigene Stimme etwas verändert, übernimmt später eher Verantwortung.
Nur auf eigenen Wunsch. Gelernt wird in der Schule; der Nachmittag und der Abend gehören der Familie. Wer an einem eigenen Thema weiterarbeiten möchte, darf das.
Ein persönliches Gespräch zwischen der Bezugsperson und dem Kind. Es bietet der Lehrperson regelmässig in einem vertrauten, geschützten Raum mit dem Kind über Fortschritte, Wünsche, Ängste zu sprechen, diese ernst zu nehmen und für die weitere Entwicklung zu nutzen.
Zuletzt aktualisiert: 21. Oktober 2026
Am Info-Tag, an einem unserer öffentlichen Anlässe oder – wenn es eilt – bei einem Einblick in den Schulalltag. Unverbindlich und ohne Anmeldefrist.
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